Ziel 1: Mehr Fuß, Bus und Rad
35 % der Wege zu Fuß, 30 % mit Bus und Bahn, 25 % mit Rad oder Roller. Nur noch 10 % mit dem eigenen Auto.
79 Ziele für eine offene Stadt.
Die Charta ist unser gemeinsamer Plan für die City West. Sie beschreibt, wie die Gegend im Jahr 2040 aussehen soll: grüner, ruhiger, bezahlbarer und lebendiger.
„Im Mittelpunkt aller Überlegungen steht der Mensch.“
Die City West soll offen sein für alle, die hier leben, arbeiten oder zu Besuch sind. Ein Ort, an dem man sich wohl und zu Hause fühlt. Sozial ausgewogen und nachhaltig.
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Thema 01 · 17 Ziele
Schneller hin, smarter da.
Unterwegs sein soll in der City West einfach, sauber und schnell sein. Bus und Bahn sind das Rückgrat, die Straßen gehören wieder mehr den Menschen zu Fuß und auf dem Rad.
10 % Nur noch so viele Wege sollen mit dem eigenen Auto gemacht werden.
35 % der Wege zu Fuß, 30 % mit Bus und Bahn, 25 % mit Rad oder Roller. Nur noch 10 % mit dem eigenen Auto.
Eine City-Maut regelt die Zufahrt. Ku’damm, Tauentzien, Kaiserdamm und Kantstraße werden ruhiger, in Seitenstraßen entstehen autofreie Bereiche. Der Verkehr sinkt im Schnitt um 40 %.
U-Bahn und emissionsfreie Busse werden stark ausgebaut. Werktags fährt auf den Hauptstrecken tagsüber alle drei Minuten ein Bus.
Autos parken gesammelt in Quartiersgaragen. Die Hälfte der Parkplätze in den Seitenstraßen wird frei für Fuß- und Radverkehr.
Bessere Radwege, sichere Übergänge und rund 30.000 Stellplätze an wichtigen Haltestellen.
Waren kommen über Hubs, etwa am ICC, am Hardenbergplatz, am S-Bahnhof Jungfernheide und am Adenauerplatz. Elektrische Shuttles verteilen sie weiter. Der Lkw-Verkehr sinkt um 20 %.
Große Neubauten (ab 5.000 m²) prüfen einen Landeplatz für Lieferdrohnen und regeln ihre Anlieferung auf dem eigenen Grundstück.
Laternen und Schilder tragen kleine Funkzellen, damit das 5G-Netz überall schnell ist.
Daten aus Gebäuden, Umwelt und Verkehr helfen, Energie zu sparen und Plätze besser zu nutzen.
Das Glasfasernetz ist so stark, dass Homeoffice auch zu Stoßzeiten klappt.
Eine Plattform des Bezirks zeigt Daten wie Lärm, Verkehr und Luftqualität. Für alle einsehbar.
Ein digitaler Zwilling bildet alle Gebäude ab und ist mit aktuellen Daten verknüpft. Verwaltet vom Bezirk.
Die digitale City West ist online begehbar, inklusive Schaufensterbummel auf dem Ku’damm.
Über Augmented Reality erscheinen Kunst, Geschichte und Angebote direkt im Stadtbild.
Wer bauen will, legt einen Plan vor, wie das Gebäude digital angebunden wird.
Living Labs am Campus Charlottenburg, KI-gesteuerte Ampeln, smarte Geschäftshäuser: Neues wird hier gemeinsam ausprobiert.
Die City West funktioniert auch ohne Smartphone, für alle.
Thema 02 · 13 Ziele
Mehr Grün, weniger Hitze.
Großstadt und Klimaschutz sind kein Widerspruch. Mit viel Grün, kluger Technik und sparsamem Bauen soll die City West zum Vorbild für andere Städte werden.
2040 Dann ist die City West klimaneutral. Zehn Jahre vor dem Rest Berlins.
Regenwasser wird gespeichert und ins Grün geleitet. Wasserbecken kühlen die Stadt.
Regenwasser und leicht verschmutztes Abwasser, etwa aus Duschen, werden für Bewässerung und Spülung genutzt.
Jedes Projekt schafft Platz für Natur: Nistkästen, Insektenhotels, begrünte Dächer, heimische Bäume.
Zehn Jahre früher als ganz Berlin. Neue Gebäude sind ab sofort klimaneutral.
Neubauten erzeugen mit Sonne und Wind mindestens 20 % ihres Stroms selbst.
Mindestens die Hälfte der Baustoffe ist recycelt, nachwachsend oder wiederverwendbar.
Mehr als 30 % des Betons wird durch Recyclingbeton oder Alternativen wie Holz und Recyclingstahl ersetzt.
Glas wird vogelsicher, Fassaden schlucken Lärm.
80 % der Dächer und 20 % der Fassaden werden begrünt, Flächen entsiegelt. Das kühlt im Sommer.
Urban Farming, „Wald an der Wand“, neue Baustoffe: Neues wird hier zuerst ausprobiert.
Repair- und Tauschcafés, Foodsharing und Mehrweg werden am Ku’damm und an der Tauentzien gezielt angesiedelt.
Als Messestandort setzt die City West auf Veranstaltungen ohne Einweg und mit weniger CO₂.
Jeder Neubau plant vorab, wie viel Abfall entsteht. Gewerbeimmobilien können ihren Müll freiwillig messen.
Thema 03 · 14 Ziele
Platz für alle. Auch ohne dickes Konto.
In der City West ist Wohnen teuer. Damit hier trotzdem alle leben können, braucht es neue Wohnungen, bezahlbare Mieten und Orte, an denen man nichts kaufen muss.
20.000 neue Wohnungen bis 2040.
Gebäude und Etagen dürfen gemischt genutzt werden und bleiben flexibel.
Treffpunkte im Viertel werden gepflegt und erhalten.
Es gibt bewusst ruhige, private Bereiche als Rückzugsorte.
Auch Menschen mit wenig Geld sollen hier leben und die Stadt genießen können, mit Orten und Veranstaltungen ohne Konsumzwang.
Neue Bauprojekte zahlen in einen Fonds für Sozialwohnungen.
Bis 2040 entstehen so 20.000 neue Wohnungen. Apartments für Studierende und Senioren entlasten den Mietmarkt.
Mehr Wohnungen dort, dazu Projekte für ältere Menschen und für mehrere Generationen.
Mindestens 6 % der Wohnungen bleiben mietpreisgebunden, dazu kommen rund 5.000 Wohnungen mit gedämpften Mieten.
Mietwohnung, Eigentum, Mikroapartment, Wohnen für Studierende, Mehrgenerationen- und Seniorenwohnen.
Mindestens 80 % sind klassische, unmöblierte Mietwohnungen, auch mit Platz für Familien.
15 % Apartments in den dicht bebauten Bereichen entlasten den Mietmarkt.
Grundrisse lassen Platz zum Arbeiten zu Hause.
Balkon, Terrasse oder Loggia für jede Wohnung.
In Erdgeschossen entstehen konsumfreie Räume für Austausch, Kunst und Kreativität, finanziert über Fonds.
Thema 04 · 9 Ziele
Shoppen, arbeiten, forschen.
Shoppen, essen, arbeiten, forschen: Die City West lebt von dieser Mischung. Künftig soll sie stärker auf Messe, Forschung und Bildung setzen.
2 Mio. m² zusätzliche Bürofläche sind möglich.
Am Ku’damm und an der Tauentzien erlebt man, wie lokal produziert wird, etwa im 3D-Druck, mit Materialien vom Campus Charlottenburg.
Rund um Breitscheidplatz, Wittenbergplatz, Ku’damm, Ernst-Reuter-Platz und Messe/ICC sind bis zu zwei Millionen m² neue Bürofläche möglich.
Auf diese drei Stärken soll sich die Wirtschaft der City West ausrichten.
Ladenflächen werden gezielt kuratiert, mitgesteuert von einer Gesellschaft aus Stadt und Privatwirtschaft.
Läden, Bars, Restaurants, Theater, Kinos, Museen und der Zoo machen die City West besonders.
Gesundheits- und Klimaforschung, Bauwesen, Messe, Handel und Gastronomie, Kultur und Bildung.
An belebten Straßen gehört das Erdgeschoss dem öffentlichen Leben, der Kultur und vielfältigen Läden.
Neben dem Uni-Campus entsteht am ICC ein zweiter Standort für Wissenschaft.
Bildungsangebote sind zeitweise für alle frei zugänglich.
Thema 05 · 10 Ziele
Vom Staatsballett bis zum Club.
Die City West war mal das Zentrum des Berliner Nachtlebens. Daran will sie anknüpfen: mit Hochkultur, Clubs und allem dazwischen.
3 Kulturen ein Ort: Hoch-, Pop- und Subkultur.
Theater, Museen, Galerien, Marathon, Stadtspaziergänge: Gutes Leben braucht nicht mehr Einkaufen.
Hochkultur, Pop, Subkultur und Kirchengemeinden an einem Ort.
Ungeplante Räume, die die Stadtgesellschaft selbst nutzen und gestalten kann.
Die City West knüpft an Legenden wie „Dschungel“ und „Big Apple“ an und schützt die heutige Clubszene vor dem Clubsterben.
Ein Fonds fördert Räume zum Tanzen in Erd- und Untergeschossen.
Das Staatsballett bekommt ein festes Zuhause, der Rest des Hauses wird zu Ateliers und Proberäumen.
Die dauerhafte Nutzung des Hauses der Berliner Festspiele stärkt Theater und Tanz im Bezirk.
Plätze werden so gestaltet, dass dort auch Off-Kultur stattfinden kann, sogar mit Tribünen.
Schon in den Shuttles gibt es Klang- und Kunstinstallationen.
Kunst und Technik arbeiten zusammen, sichtbar in Pop-ups und Förderprogrammen für Gründer.
Thema 06 · 16 Ziele
Wie die Stadt aussieht.
Die City West ist seit über 100 Jahren ein Stück Großstadt. Dieser Charakter soll bleiben und weiterwachsen: mit schönen Plätzen, lebendigen Fassaden und mehr Höhe statt Fläche.
50 % der Freiflächen stehen zeitweise für neue Ideen offen.
Der Hardenbergplatz wird zum Eingangstor und verbindet Breitscheidplatz, Tauentzien und Ku’damm. Öffentliche Räume laden zum Flanieren ein.
Private Bauherren tragen rund 20 % der Kosten, um die öffentlichen Räume rund um ihr Projekt aufzuwerten.
Dächer, Terrassen und Erdgeschosse sind öffentlich nutzbar, für Kultur, Sport und Freizeit.
Für jedes Hochhaus wird geprüft, dass unten keine gefährlichen Fallwinde entstehen.
Die Hälfte der Freiflächen steht zumindest zeitweise für neue Nutzungen offen.
Guter Städtebau holt Menschen zurück in die Stadt.
Dicht, vielfältig und urban: Die City West bleibt Zentrum.
Höher bauen, statt Grünflächen zu versiegeln. Die historische Bebauung bleibt geschützt.
Grundrisse lassen sich später anders nutzen.
Bestehende Plätze werden gestärkt, neue entstehen.
Arkaden und Verschattung schützen vor Hitze, Wind und Regen.
Abwechslungsreiche Fassaden mit Erkern und Vorsprüngen. Die unteren drei Etagen orientieren sich an historischen Vorbildern.
Die Gebühr für Arkaden, Balkone und Vorbauten über öffentlichem Grund fällt weg.
Auf Dächer kommen nur Anlagen zur Energieerzeugung.
Eine Internationale Bauausstellung (IBA) soll zeigen, wie gute Hochhäuser aussehen.
Jeder Neubau soll mehr sein als nur zweckmäßig: schön und harmonisch.
Das erste WerkStadtForum. Fachleute, Politik und Akteure der City West setzen sich an einen Tisch.
Die erste Fassung der Charta ist fertig.
Die Charta steht online auf mein.Berlin.de. Alle können Kapitel kommentieren und Ideen bewerten.
Drei Veranstaltungen zu Mobilität, Stadtökologie und dem Leitbild. Die Ergebnisse fließen in die nächste Fassung.
Kuratorium und Moderation schreiben die Charta weiter.
Neben den 79 Zielen enthält die Charta Pläne, die zeigen, wie die Ziele umgesetzt werden können.
Eine Karte, die zeigt, welche Orte wofür wichtig sind.
Wie man 2040 in der City West unterwegs ist.
Ein erster Entwurf für einen echten Ort.
Nein. Die Charta ist eine Empfehlung. Verbindlich wird sie erst, wenn die Politik sie beschließt. Stand: …
Und sie ist nie ganz fertig: Die Ziele sollen sich anpassen lassen, wenn sich die Stadt verändert.
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